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Jesus wird geboren – Eine Geschichte für Kinder aus dem neuen Testament

ein Bild aus der Krippe

Die Geschichte, die ich euch nun erzählen will, passierte in einem fernen Land, wo Palmen wachsen und damals viele Menschen lebten. Diese Menschen hatten einen Kaiser (das ist so etwas ähnliches wie ein König), der hieß Augustus. Augustus wollte gern genau wissen, wie viele Menschen in seinem Land lebten. Er wollte sie zählen und damit niemand aus Versehen doppelt gezählt wurde, hatte er eine Idee:

Alle Menschen sollten zu ihrem Geburtsort zurückkehren.
Jeder Mann sollte mit seiner Frau und seinen Kindern in den Ort seiner Geburt gehen und sich dort zählen lassen. Viele Menschen waren nun also auf dem Weg in ihren Geburtsort und, weil es zu dieser Zeit noch keine Autos, Flugzeuge oder Eisenbahnen gab, liefen die Leute zu Fuß oder ritten auf Pferden und Eseln. So auch Josef und Maria.
Sie mussten nach Bethlehem gehen. Ein Esel trug Maria, die schwanger war und bereits einen dicken Bauch hatte. Josef machte sich Sorgen um seine Frau und das Kind, weil die Reise sehr anstrengend für sie war.

Endlich kamen sie in Bethlehem an.
Es ist bereits dunkel geworden und die meisten Menschen schliefen schon. In Bethlehem waren vor ihnen schon viele andere Menschen angekommen. Alle Häuser waren schon voller Leute, aber Josef klopfte trotzdem an jede Tür und fragte nach einem Schlafplatz für die Nacht. „Tut mir leid, unser Haus ist bereits überfüllt!“ sagte ein Mann und schloss seine Haustür.
Josef klopfte am nächsten Haus. „Wir haben keinen Platz mehr!“ sagte man ihm hier. Bei einem anderen Haus öffnete man nicht einmal die Tür.

Die Nacht war kalt und sie froren.
Sie hatten Hunger und waren sehr, sehr müde und Maria spürte, dass ihr Baby aus ihrem Bauch wollte. Sie gingen weiter von Haus zu Haus, von Tür zu Tür, aber niemand ließ sie herein, niemand hatte Platz für sie.
Ganz zuletzt kamen sie an ein kleines Haus, wo der Besitzer ihnen nur noch den Stall als Unterkunft anbieten konnte. Das war immerhin ein Dach über dem Kopf und sie legten sich dort neben dem Ochsen und dem Esel in das Stroh und wärmten sich.

Mitten in der Nacht bekam Maria ihr Kind.
Josef rückt Maria das Stroh zurecht, holt Wasser aus dem Brunnen und freut sich als das Kind endlich auf die Welt kam. Voller Freude und Stolz sah er das kleine Baby an. Er sollte Jesus heißen beschlossen sie.

In dieser Nacht gab es in der Nähe ein paar Hirten.
Sie passten dort auf die Schafe auf und beschützten sie vor wilden Tieren. Die Hirten saßen zusammen um ein kleines Feuer, das sie in dieser kalten Nacht ein wenig wärmte. Plötzlich aber wurde es hell um sie herum, obwohl es noch Nacht war. Sie hörten eine wunderschöne Musik und wunderten sich, wo sie herkam. Und dann sahen sie einen strahlend schönen Engel vor sich und erschraken sehr. „Habt keine Angst“, sagte der Engel freundlich. „Ich möchte Euch eine schöne Neuigkeit erzählen: Ganz in der Nähe heute Nacht ist ein Kind geboren. Es liegt in einem Stall nicht weit von hier, ihr könnt es leicht finden. Es ist ein ganz besonderes Kind! Es wird den Menschen große Freude bringen. Ihr sollt zu ihm gehen und es willkommen heißen.“ Da machten sich die Hirten auf den Weg. Eilig packten sie noch ein paar kleine Dinge für das Baby ein, sie hatten nicht viel, aber sie wollten nicht ohne ein Geschenk dort ankommen.

Schon bald kamen sie beim Stall an.
Sie machten vorsichtig die Türe auf und sahen Maria mit dem Kind. „Kommt herein“, sprach Josef freundlich die Hirten an.
Es war ganz still im Raum, während die Hirten das Kind betrachteten und ihre Geschenke ausbreiteten. Dann sagte einer der Hirten mit leiser Stimme: „ Ich stelle mir das so vor: Wenn der kleine Junge einmal groß ist, wird er vielleicht ein guter Hirte für die Menschen sein. Und als Hirte wird er darauf achten, dass die Menschen friedlich leben können.“

Dann nahmen die Hirten ihre Hirtenstöcke in die Hand und verließen den Stall. Maria und Josef schauten liebevoll ihr Kind an und Maria sagte: „ Jesus wird ein guter Hirte sein.“

Hier gibt es eine bebilderte Version zum herunter laden.

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